Textbeschreibung
Wir stehen vor diesem Gebäude, das einst der städtische Schlachthof war und heute das Fotoarchiv von Premilcuore beherbergt. Gerade die Fotografien erzählen uns die jüngere Geschichte dieser kleinen Stadt, die bis 1922 zum Gebiet der Romagna Toscana gehörte.
Während die Ursprünge von Premilcuore noch immer von Legenden umwoben sind – etwa jener des römischen Soldaten Marcello, der hier Zuflucht fand, nachdem er aus Rom geflohen war, weil er in eine Verschwörung gegen Kaiser Caracalla verwickelt gewesen sein soll – ist die jüngere Vergangenheit in den Bildern festgehalten, die hier aufbewahrt werden.
Eine dieser alten Aufnahmen zeigt eindrücklich, wie anders die Landschaft damals von diesem Punkt aus wirkte. Bis in die 1920er Jahre präsentierte sich das Gebiet als eine weite, karge und farblose Landschaft – eine Folge des rücksichtslosen Holzeinschlags und der Nutzung des Bodens als Weideland, Tätigkeiten, die über viele Jahre hinweg von der lokalen Bevölkerung betrieben wurden.
Dank eines wachsenden Umweltbewusstseins wurden diese Flächen später durch Aufforstungen wieder in Waldgebiete „zurückverwandelt“. Die Bäume, die wir heute sehen, sind das Ergebnis von Aufforstungsmaßnahmen, die 1922 begannen und sich dann in den 1950er bis 1970er Jahren fortsetzten und schließlich 1980 abgeschlossen wurden.
Ist eure Neugier nun gestillt? Ich glaube nicht. Dann tretet doch virtuell in das Archiv ein. Dort werdet ihr die Geschichte von Premilcuore und vieles mehr entdecken.
Fotogalerie
Premilcuore, Ortszentrum von der Canova aus gesehen, Postkarte aus dem späten 19. Jahrhundert, Foto Poggiolini
Virtueller Rundgang






